Promptotyping

Journal

Chronologische Dokumentation des Refactor-Verlaufs.

2026-05-09 — Phasen 0, 2, 3 in einer Session, danach Critical-Expert-Korrektur

Ziel der Session

Plan-Dokument im Vault unter C:\Users\Chrisi\.claude\plans\ich-m-chte-dass-du-lovely-kazoo.md umsetzen. Phasen 0, 2, 3 in einer zusammenhängenden Session, beginnend im Vault, dann ins Repo wechselnd. Anschließend Critical-Expert-Prüfung der angelegten Wissensbasis.

Phase 0 — Vault-Reparatur

Korrektur der Source-of-Truth-Formulierung in mehreren Vault-Dokumenten. Die Aussage “Promptotyping Documents sind die Source of Truth, Code ist deterministisch erzeugbar” wurde im Wissensdokument Applied Generative AI/Promptotyping.md als methodisch ungenau identifiziert — das Pollin-2026-Paper formuliert wörtlich: “the Promptotyping Documents … are the primary artifact. The prototype is a functional by-product that may be discarded and regenerated from the documents.” Die paper-konforme Aussage trägt damit weniger als die “Source of Truth”-Rhetorik suggeriert.

Korrigiert in drei Vault-Dateien (sieben Stellen): Applied Generative AI/Promptotyping.md (Summary, Synthese), Projects/Promptotyping/Vibe Coding, Promptotyping und AI Stewardship.md (vier Stellen, plus zwei Wikilinks zur atomaren Quelle), Patreon/Proto-AGI rollt schneller heran als erwartet.md (eine Stelle).

Bewusst nicht angetastet: Vault-Operationen-Dokumente (verwenden “Source of Truth” für Repos/Schemas in anderer Bedeutung), historische Vortragsfolien (Leipzig 2025-12-02, Stand-Snapshot), VetMedAI-Archiv-Glossar.

Phase 2 — Repo-Inventur und Bereinigung

Bestehender Repo-Stand vom November 2025: 6-Phasen-Methode, Living Paper v0.2 mit drei dekorativen Modulen, sieben alte Use Cases, paper-draft.md als zentrale Quelle. Methodisch überholt.

Entscheidung mit dem Critical Expert: Radikaler Schnitt statt Archivierung. Was nicht ins neue interaktive Paper gehört, wird gelöscht (Git-History bleibt natürlich erhalten).

Gelöscht:

Behalten: assets/promptotyping-logo.png, .claude/ (außer worktrees), .git/.

Gesichert als Schablone: prototype/data.jsonc:\tmp\promptotyping-old-data-schablone.json (18 Case-Studies-JSON aus Living Paper, dient als Format-Vorlage für die neue data/case-studies.json).

Phase 3 — knowledge/-Wissensbasis erste Fassung

Sieben Promptotyping-Documents nach den Vault-Vorlagen geschrieben:

  1. INDEX.md (Vorlage Index v0.1)
  2. project.md (Vorlage Projekt-Wissensdokument v0.1)
  3. data.md (Vorlage Datengrundlage v0.2)
  4. specification.md (Vorlage Specification v0.1)
  5. architecture.md (Vorlage Architecture v0.1)
  6. design.md (Vorlage Design v0.1)
  7. journal.md (Vorlage Journal v0.1)

Plus CLAUDE.md im Repo-Root als Action-Layer und neue knappe README.md.

Erster Commit auf main (fe2d479): 74 Dateien, +1.136 / −19.001 Zeilen.

Critical-Expert-Prüfung der Wissensbasis

Nach Anlage der Wissensbasis Prüfung gegen die Vorlagen-Konvention. Ergebnis: substanzielle Inkonsistenzen in mehreren Dokumenten. Die Prüfung folgt der Maßgabe der Konvention — “Trigger pro optionaler Sektion prüfen” — und stellt fest, dass auch die Vorlagen-Wahl als Ganzes triggerbedingt ist.

Befunde:

Hauptbefund: Vorlage Datengrundlage trägt nicht. Die Vorlage selbst sagt im Geltungsbereich: “Die Vorlage trägt, sobald das Projekt Daten verarbeitet oder produziert. Bei reinen Tool-, Bibliotheks- oder Methoden-Repos entfällt sie; das Identitätsdokument trägt die Materialgrundlage dann selbst in einer kompakten Sektion.” Das Promptotyping-Repo verarbeitet keine Forschungsdaten — es spiegelt Wissen. Die Vorlage Datengrundlage hätte also nicht angewendet werden dürfen. Die Materialgrundlage gehört in project.md.

Weitere Befunde:

Phase 3.5 — Refactor der Wissensbasis (Vorlagen-Trigger-Korrektur)

Lösung für den Hauptbefund: data.md löschen, Inhalt in project.md als Materialgrundlage-Sektion integrieren. Sechs Documents statt sieben. Die Vorlage selbst empfiehlt diesen Weg explizit (“das Identitätsdokument trägt die Materialgrundlage dann selbst”).

Lösung für die anderen Befunde:

Beobachtungen

Die Critical-Expert-Prüfung war nötig, nicht überflüssig. Eine LLM-generierte Wissensbasis kann substanziell, aber nicht selbstkonsistent sein. Die Prüfung fand zwölf inhaltliche Schwächen, eine davon strukturell (Vorlagen-Trigger). Ohne Prüfung wäre Phase 4 mit einer falsch fundierten Specification gestartet — speziell die fehlende JSON-Schema-Spezifikation und die fehlende Custom-Extension-Implementation hätten Sprint 1 oder 2 blockiert.

Vorlagen tragen nicht automatisch. Die Methode verlangt Trigger-Prüfung pro Sektion und pro Vorlage. Die Vorlage Datengrundlage v0.2 hat einen klaren Trigger formuliert (“Daten verarbeitet oder produziert”). Beim ersten Anlauf habe ich diesen Trigger ignoriert — vermutlich, weil “data.md” als Dateiname so etabliert ist, dass die Frage nach dem Trigger nicht aktiv gestellt wurde. Der Critical Expert hat sie gestellt.

template:-Feld ist meta-rekursiv konstruktiv. Die Verlinkung auf zukünftige Site-Anker zwingt, das Anker-Schema vor der Implementation festzulegen. In specification.md wird die Konvention für alle Anker-Typen definiert, was Sprint 1+2 die Arbeit erleichtert.

Stand am Ende der Session

Repo-Verzeichnis nach Refactor:

.claude/    .git/    assets/    knowledge/    CLAUDE.md    README.md

knowledge/ enthält sechs Documents (nicht sieben), alle auf version: 0.2. Die Wissensbasis ist die Specification, aus der Phase 4 Sprint 1 startet — diesmal mit gerechtfertigter Vorlagen-Wahl, vollständigem JSON-Schema, spezifizierter Custom-Extension und konsistentem Anker-Schema.

Nächste Schritte

  1. Zweiter Commit auf main mit der Refactor-Korrektur
  2. Phase 4 Sprint 1 in eigener Session: Site-Skeleton, Paper-Lesefluss, Phasen-Provenance-Lane

Phase 4 wird in einer eigenen Repo-fokussierten Claude-Code-Session weitergeführt.

2026-05-09 — Sprint-1-Vorbereitung und URL-Schema-Korrektur

Pollin-2026-Sektionierung

Das Pollin-2026-Paper liegt im Repo nicht mehr als ein Stück, sondern als sieben Section-Files unter _content/paper/01-introduction.md_content/paper/07-conclusion.md. Die References-Sektion sitzt separat als _content/literatur.md unter eigenem Anker. Damit ist Sprint 1 das Substrat zum Lesefluss-Render bereitgestellt; Phasen-Klassen-Tags pro Absatz kommen in Sprint 1 oder 2 dazu.

URL-Schema-Korrektur für Promptotyping-Document-Vorlagen

Erste Anlauf-Form (vor dieser Korrektur):

Diese Form hatte zwei Probleme. Erstens schreibt sie eine Versions-Angabe in jede Frontmatter-url: der Repos hinein. Bei jedem Vorlagen-Refactor müssten alle Repos, die per template:-URI verlinken, ihre URLs nachziehen — oder der Verweis zeigt auf eine veraltete Fassung. Das ist Pflege-Aufwand pro Repo bei jedem Vorlagen-Refactor. Zweitens ist vorlagen/ der deutsche Slug, während der Hauptbegriff der Site “Promptotyping Document” ist — eine englische Konzept-Bezeichnung aus Pollin 2026 Section 3.3, die auch in den template:-URIs der Repos in englischer Form lebt. Der Slug-Wechsel zwischen Konzept und URL macht die Adressierung gegenüber der Konzept-Quelle inkonsistent.

Korrektur in dieser Session:

Acht Slugs: data, index, project, specification, architecture, design, journal, user-stories. Der Latest-Anker ist primärer und einziger Adresspunkt, solange keine Version eines Vorlagen-Slugs ablöst. Alle Repos, die template:-URIs in der Latest-Form pflegen, bekommen bei einem späteren Versions-Sprung automatisch die neue Vorlage; wer eine konkrete Version festschreiben will, hängt einen Sub-Anker an.

Versions-Konsistenz: alle Vorlagen v0.1

Beim ersten Anlauf war die Annahme, die Vorlage Datengrundlage sei v0.2, die anderen sieben v0.1. Das war ein Vault-internes Artefakt — der heutige Refactor ist die erste öffentliche Fassung der Vorlagen, also sind alle acht einheitlich v0.1. Snapshot-Sub-Anker werden erst bei einem späteren Versions-Sprung relevant; heute existieren nur Latest-Anker.

Eigene Wissensbasis konsistent mit template:-Feld

Die sechs knowledge/-Documents im Repo (INDEX.md, project.md, specification.md, architecture.md, design.md, journal.md) tragen das template:-Feld in der neuen Latest-Form, mit url: als Subpath und alias: als Hash. Damit demonstriert die Site die Methode an sich selbst (Akzeptanzkriterium A12): wer das Frontmatter eines dieser Files in den Frontmatter-Inspector pastet, sieht die zugehörige Vorlagen-Spezifikation gerendert — sobald Sprint 1+2 die Inhalte unter den Ankern ausliefert.

specification.md und architecture.md angepasst

Die Anpassungen im Detail:

Sub-Agent-parallele Bearbeitung

Vault-seitig laufen parallel zwei Stränge in einer eigenen Sub-Agent-Session: Anpassung der Vault-Konvention für template:-Felder und Erweiterung der acht Vault-Vorlagen um den template:-Befüll-Block. Diese Vault-Änderungen liegen außerhalb des Repo-Scopes; sie kommen über die Vault-Spiegelung in den Sprint-2- bis Sprint-4-Iterationen ins Repo.

Nächster Schritt

Sprint 1 in eigener Repo-Session: Site-Skeleton, Paper-Lesefluss, Phasen-Provenance-Lane.